Das Institut für angewandte Kulturforschung e.V.

Das Institut für angewandte Kulturforschung e.V. – ifak – in Göttingen ist eine unabhängige Organisation, die seit 1988 in den Bereichen Entwicklung, Migration und Interkulturalität tätig ist.

Unter dem Gesichtspunkt sozialökologischer Fragestellungen legt das Institut besonderen Wert auf die Vermittlung von interkulturellen Kompetenzen, Globalem Lernen und einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Um seine/unsere Themenschwerpunkte an unterschiedliche Zielgruppen heranzutragen, befördert und unterstützt das Institut mit seinen Aktivitäten in erster Linie Vernetzungs- und Kooperationsprozesse.

Das Institut ist Mitbegründer der seit 2002 bestehenden Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG BIGS.

Projekt ‚Zum Glück‘ gestartet

'Zum Glück' - Innovative Bildungsprozesse für nachhaltige Lern- und Lebensstile für Jugendliche

BtE ZumGlueck LOGO FB Profilbild 1Seit Dezember ist das Institut für angewandte Kulturforschung Träger eines neuen Bildungsprojektes. Das Pilotprojekt ‚Zum Glück‘ richtet sich an Schüler_innen ab Jahrgangstufe 8 und bietet ihnen die Möglichkeit sich im Rahmen von Schul AGs, Lerncamps und selbstinitiierten Projekten mit der Frage nach 'Glück' und einem guten Leben auseinanderzusetzen. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem IFAK, dem Verein niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB) und der Wildnisschule Wildniswissen. Es wird von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, Brot für die Welt – EED und dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung gefördert und vereint Themen und Methoden des Globalen Lernens mit wildnispädagogischen Elementen. Die Natur spielt dabei auch als Ort für Persönlichkeitsentwicklung eine zentrale Rolle und wird dabei als neuer Lernraum erschlossen.

Hier gibt es die Information für Schüler_innen und den Elternbrief

Das Projekt findet parallel an drei Partnerschulen (der Otto-Hahn Haupt-und Realschule in Wunstorf, der Georg-Christoph-Lichtenberg Gesamtschule in Göttingen und dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Hannover) statt. In Schul-AGs bekommen die Schüler_innen durch externe Referent_innen Einblicke in die weltweiten Verflechtungen des globalen Welthandels bzw. dessen Folgen und Auswirkungen. Gleichzeitig erkennen Sie darin Ihre Verantwortung und beschäftigen sich mit Handlungsoptionen und stellen die Frage nach einem glücklichen und guten Leben. Die Schul-AGs bereiten die Schüler_innen auf Lerncamps vor, welche die darin bearbeiteten Themen durch wildnispädagogische Angebote vertiefen. In den einwöchigen Lerncamps erfahren die Schüler_innen ganz praktisch die enge Beziehung zwischen sich und der Natur aber auch innerhalb der Lerncamp-Gemeinschaft, (einfaches Campleben). Diese Zeit der (Selbst-) Erfahrung soll aber auch dazu dienen, die in den AGs behandelten Themen zu vertiefen und weitere Anregungen für eigene Lernprojekte zu sammeln. In der zweiten Phase der Schul-AGs lernen die Schüler_innen alternative Lebens- und Wirtschaftsformen (z.B. solidarische Landwirtschaft, gemeinschaftliche Wohnprojekte, genossenschaftlich geführte Tischlereibetriebe etc.) kennen, die sie für die eigenen, umzusetzenden Lernprojekte inspirieren können. Abgeschlossen wird das Projekt mit einem großen Abschlusscamp, an dem die Schüler_innen aller Partnerschulen, sowie Vertreter_innen einer indigenen Gemeinschaft teilnehmen werden. Die Schüler_innen lernen im persönlichen Kontakt mit Menschen aus einem ganz anderen kulturellen Kontext ihnen unbekannte Möglichkeiten des (Zusammen-) Lebens kennen. Durch den Einsatz vielfältiger Methoden und die Nutzung wechselnder Lernräume entsteht eine ganzheitliche Form des Lernens. Die Schüler_innen erlangen durch das Schulprojekt Handlungskompetenzen, die sie darin unterstützen ihr Selbstbewusstsein zu stärken um kommende (Lebens-)Krisen gut zu bewältigen, diese vielmehr als Möglichkeiten zum Wachsen denn als Hindernis zu begreifen sowie (Lebens-) Übergänge bewusster zu gestalten.

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