Fachtagung 10 Jahre ESF-geförderte Programme für Flüchtlinge

 

Erfahrungen aus der Integration von Asylbewerber_innen und Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung

Am Donnerstag, den 07.02.2019, luden die IvAF-Projektverbünde aus Niedersachsen und Bremen zu einem Fachtag, zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen, nach Hannover ein.

Die Projektverbünde werden mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales über die `Integrationsrichtlinie Bund im Handlungsschwerpunkt Integration von Asylbewerber_innen und Flüchtlingen (IvAF)´ gefördert.

In sieben Vorträgen wurden am Vormittag und frühen Nachmittag des 07.02.19 die Ursprünge und Entwicklungen der Bleiberechts- und IvAF-Projektarbeit, rechtliche Rahmenbedingungen, soziologische Hintergründe und konkrete Zahlen und Praxisbeispiele aus der Arbeit der Projektverbünde und Netzwerkpartner_innen dargestellt.

In dem Vortrag `Erreichtes und Herausforderungen angesichts der Besonderheiten der IvAF-Projekte - ausländerrechtliche Rahmenbedingungen und die Bedeutung der Netzwerke´ stellte Ortrud Krickau von der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen die Projektarbeit und vorläufigen Ergebnisse von FairBleib Südniedersachsen-Harz vor. Gerahmt wurde dies durch die rechtliche Einordnung, vorgenommen von Dr. Barbara Weiser (Projekt Netwin 3).

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In neun Tischrunden, zu verschiedenen themenbezogenen Schwerpunkten, war am Nachmittag dann ein direkter Austausch der Fachtagungsteilnehmer_innen möglich und konkrete Anregungen und Forderungen zur weiteren Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen wurden formuliert. Die Themenschwerpunkte wurden hier bei besonders herausfordernden Situationen im Arbeitsmarkt oder auf dem Weg in diesen gesetzt (z.B. „Perspektiven Geflüchteter in Ausbildungsduldung“), sowie bestimmte, `mehrfachbenachteiligte´ Flüchtlingsgruppen betrachtet.

So moderierten Kaja Schellenberg vom Institut für angewandte Kulturforschung und Tessa Träger von der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen die Tischrunde „Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt bei Reha-Bedarf“.

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In einer Abschlussrunde konnten die Vertreter_innen der einzelnen Tischrunden dann die jeweiligen Herausforderungen kurz darstellen und in den Expert_innenrunden formulierte Visionen benennen.

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Als Fazit der Tagung kann festgehalten werden, dass eine Integration in den Arbeitsmarkt möglichst frühzeitig ansetzen und über eine Förderkette eine kontinuierliche und möglichst auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Unterstützungen  gewährleistet werden sollte. Hierbei erscheinen vor allem Maßnahmen wichtig, die der spezifischen Situation der Geflüchteten Rechnung tragen. Die Arbeitsmarkintegration sollte als ein wechselseitiger Prozess verstanden, Fluchtursachen und die jeweilige Lebenssituation der Personen ernst genommen und berücksichtigt werden. Mitgebrachte Fähigkeiten müssen noch besser ermittelt, anerkannt und berücksichtigt werden.

 

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