Kinder- und Jugendhilfe

Der Anteil muslimischer Jugendlicher in deutschen Jugendhilfeeinrichtungen ist in den letzten Jahren, nicht zuletzt durch die vermehrte Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, stetig gestiegen.
Auch im Kontext der Familienhilfe ist der religiöse Horizont breiter geworden.

Wenn der Glaube eine sehr prägnante Rolle im Leben der zu Betreuenden spielt, fällt es oft schwer, zu entscheiden, ob es sich um eine gefährdende Einstellung handelt oder z.B. lediglich um ‚ganz normale‘ muslimische Jugendkultur.

Fahnen über dem Bett, Symbole, Handyvideos, Kleidung  und Musik werfen dann oft Fragen bei den BetreuerInnen auf, die allein im Internet schwer zu beantworten sind. Oft kommt der Verdacht, dass ein Jugendlicher gefährdet sein könnte, auch aus der Peer-Group, von LehrerInnen oder anderen Personen des sozialen Umfelds. 

Wenn Sie sich Sorgen um einen von Ihnen betreuten Jugendlichen oder eine Familie machen oder Fragen zum Thema haben, schreiben Sie uns an.

Zusätzlich bilden wir auch pädagogische Teams zu folgenden Fragestellungen fort (in Auswahl):

  • Wie erkenne ich religiös begründete Radikalisierung anhand von Symbolen, Musik, Kleidung und Sozialverhalten?
  • Wie komme ich mit Jugendlichen / Familien ins Gespräch über Religion ohne religiöse Gefühle zu verletzen? 
  • Wann liegt eine Gefährdung vor?
  • Wie können Betroffene effektiv unterstützt werden?

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