Fairer Handel – Alternative zum Weltwirtschaftssystem?

 

Ein Arbeitskreis von bw ver.di und ifak

Beginn: 14.01.2019 
Zeit: montags 18 – 21.30 Uhr

Lernziel:
International drängen Politik und Ökonomie auf immer mehr Freihandel. Handelsschranken sollen abgebaut werden, um weltweit zu immer mehr Wohlstand zu gelangen. Kritiker*innen weisen hingegen darauf hin, dass das Freihandelsmodell die Schere zwischen Arm und Reich nicht zu schließen in der Lage ist und dass sich in einigen Branchen die Marktmacht auf immer weniger globale Großkonzerne konzentriert und dies zu sozialen Verwerfungen führt.

Um diesen Verwerfungen zu begegnen, entstand bereits vor gut fünfzig Jahren eine zivilgesellschaftliche Bewegung, die Handelsbeziehungen nach sozialen partnerschaftlichen Kriterien organisieren wollte. Dieser sogenannte Faire Handel sollte eine Alternative zum vorherrschenden Welthandel sein und exemplarisch aufzeigen, dass Produzent*innen ihre Lage selbst verbessern können, wenn sie nur angemessen für ihre Arbeit bezahlt werden. Doch obwohl der Faire Handel in den letzten Jahrzehnten einen beeindruckenden Wandel vollzogen hat, bleibt er nach wie vor ein Nischenmodell, das keine wirkliche Strahlkraft auf die Gesamtwirtschaft ausübt.

In dem Arbeitskreis wollen wir uns zunächst mit den Prinzipien des Freihandels auseinandersetzen und dann die Wirkungsweise des Fairen Handels intensiv betrachten. Dabei schauen wir auf die Entstehungsgeschichte des Fairen Handels, seine Akteure und die Entwicklungen, die in den letzten vier Jahrzehnten stattgefunden haben. Wir wollen damit auch Orientierung und Überblick geben über ein immer differenzierteres System des Fairen Handels. So werden die Teilnehmenden in der Lage versetzt, sich eine eigene Position zum Thema zu erarbeiten und Handlungsoptionen für sich zu entdecken

Zielgruppe:
Offen für Interessierte, MultiplikatorInnen, Mitglieder von entwicklungspolitischen Aktionsgruppen

Methoden:
Lehrgespräche, Diskussionen, Arbeit in Gruppen, Arbeit mit Texten, Materialien

Ort: Entwicklungspolitisches Informationszentrum
Am Leinekanal 4
37073 Göttingen

Anmeldung und Info:
Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (ifak), Roland Drubig, Tel. 0551/48 71 41