


Kaja Benala Schellenberg ist am 03.01.2026 nach kurzer, schwerer Krankheit im Hospiz begleitet von ihrem engsten Freundeskreis verstorben. Wir sind sehr betroffen und traurig.
Seit 2009 hat Kaja im Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (ifak) gearbeitet und die Beratung und Unterstützung von Geflüchteten in den FairBleib-Projekten mit verschiedenen Schwerpunkten vorangetrieben. Sie hat durch ihre Netzwerkarbeit auf lokaler, regionaler und bundesweiter Ebene die Projektstruktur gefestigt und ausgeweitet, Gremien sensibilisiert und die AG Flucht und Behinderung initiiert.
Kaja hat seitdem rund 500 Geflüchtete auf dem Weg in das Leben in Deutschland begleitet, in Sprachkurse, Ausbildung und Arbeit, zuweilen auch Therapie vermittelt, Hürden aus dem Weg geräumt und zäh um jeden Einzelfall gekämpft. Wenn es sein musste, hat sie auch gegen große Widerstände weitergearbeitet. Immer allem Leben und der Natur verpflichtet, achtsam mit sich selbst und anderen war sie immer auf der Suche nach dem richtigen, dem angemessenen Weg. Für sie standen stets die Ratsuchenden und ihre Anliegen im Mittelpunkt, ein respektvoller und sensibler Umgang mit ihnen war für Kaja selbstverständlich.
Kaja war persönlich und in ihrer Arbeit kreativ, klug und beharrlich. Wir haben dies sehr geschätzt und viel von ihr gelernt. Die Arbeit wollen wir mit voller Offenheit, ganzem Herzen und klarem Verstand ganz in ihrem Sinne weiterführen.
Wir behalten Kaja in unseren Herzen und werden sie nie vergessen.
Die Beisetzung und Trauerfeier fanden am 11.02.2026 im Friedwald bei der Plesse in Bovenden statt.
Für Geflüchtete aus Kolumbien gibt es Antworten auf die Frage, wie sie ihren Aufenthalt in Deutschland sichern können. Auf Deutsch und Spanisch.
Evento informativo: ¿Qué puede hacer para asegurar su estancia en Alemania? Para refugiados/refugiadas de Colombia.
Ort: Bildungszentrum für Zugewanderte, Levinstr. 1, Göttingen, Raum 2.20, weitere Infos bei
Ein Angebot des Projektes FairBleib Südniedersachsen-Harz+
FairBleib Südniedersachsen-Harz+ (FBSH+) ist ein Projektverbund, der im Rahmen des ESF Plus-Förderprogramms „WIR – Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt” (im Folgenden „WIR-Programm”) durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, den Europäischen Sozialfonds Plus sowie durch den Landkreis Göttingen, die Stadt Göttingen, den Landkreis Goslar und den Landkreis Northeim gefördert wird. Das Projekt geht vom 01.10.2022 bis 30.09.2026.
Das Netzwerkprojekt „FairBleib Südniedersachsen-Harz+“ ist in Ost- und Südniedersachsen insbesondere in den Landkreisen Goslar, Göttingen, Northeim, im Altkreis Osterode am Harz und in der Stadt Göttingen tätig.
Das Teilprojekt des ifak e.V. unterstützt Flüchtlinge und Asylbewerber:innen mit mindestens nachrangigem Arbeitsmarktzugang im Landkreis Northeim.
Das Projekt bietet Migrant:innen mit besonderen Aufenthaltshaltspapieren Hilfestellung bei der Integration in den Arbeitsmarkt, verbessert den Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung im Projektgebiet und bündelt das Know-How von Trägern aus den Bereichen Flüchtlingsarbeit, Beratung, Arbeitsmarkt, Betriebskontakte und kulturspezifisches Wissen in einem Projektverbund.
FairBleib+ berät und unterstützt beim Umgang mit Behörden. Wir beraten zu Bildungsgängen, Deutschkursen, Kurzqualifikationen in unterschiedlichen Arbeitsbereichen und in Bewerbungstrainings und unterstützen bei der beruflichen Orientierung und fördern die Beschäftigungsfähigkeit der Geflüchteten. Darüber hinaus werden Fachkräfte an der Schnittstelle Flucht und Behinderung sowie Multiplikator*innen im gesamten Projektgebiet zu den Themen Willkommenskultur, interkulturelle Kompetenz, rechtliche Rahmenbedingungen zur Integration von Geflüchteten geschult.
Der Projektverbund wird koordiniert von der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG.
Das Projekt „FairBleib Südniedersachsen-Harz+“ wird im Rahmen der „Integrationsrichtlinie Bund“ im Handlungsschwerpunkt „Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen (IvAF)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.
Individuelle Unterstützung von Asylbewerber*innen/Flüchtlingen ab 15 Jahren:
- Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit
- Beratung von Geflüchteten mit spezifischen Bedarfen, Behinderungen und Fluchtfolgeerkrankungen und ihre Familien zu Themen der Bildungs- und Arbeitsmarktteilhabe, sowie Rehaspezifischen Förderinstrumenten
- Beratung zu Aufenthaltssituation und Arbeitsmarktzugang
- Beratung zu Deutschkursen und beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen
- Beratung und Information im Bereich Arbeit und Ausbildung (beruflich/schulisch)
- Unterstützung bei Bewerbungen und Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen
- Vermittlung in die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung Südniedersachsen-Harz (AQSH)
- Vermittlung in Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsplatzangeboten
- Zusammenarbeit mit Multiplikatoren und Akteuren (Betriebe) auf dem Arbeitsmarkt
Sensibilisierung zur Zielgruppe:
- Unterstützung regionaler Vernetzungen/Strukturen
- Schulungen (Arbeitsverwaltung, Multiplikatoren, etc.)
- Veranstaltungen – Thema Arbeitsmarktzugang und ausländerrechtliche Fragestellungen an der Schnittstelle Flucht und Behinderung
- Öffentlichkeitsarbeit/Erstellen von Informationsmaterial
Termin nur nach vorheriger Vereinbarung per Telefon oder Mail!
- Wird ein Dolmetscher gebraucht?
- Haben Sie bestimmte Bedarfe, die wir vorher kennen sollten?
- Welches Anliegen bringen Sie mit?
- Bitte bringen Sie alle wichtigen Dokumente mit (zum Beispiel Post oder Bescheide von Ausländerbehörde, Jobcenter...)
Für einen Ersttermin brauchen wir neben diesen Dokumenten auch Zeit! Wir machen zuerst ein Aufnahmegespräch und schauen dann, wie wir Ihnen am besten helfen können!
Am 09.01.2024 hatten wir im Ifak / Epiz Besuch von drei Grünen Landtagsabgeordneten, die über die migrationspolitische Arbeit im Landtag und die Fortschritte bei der Umsetzung der im Koalitionsvertrag festgelegten Schritte berichteten. So sollen in Südniedersachsen die Ausländerbehörden und weitere Akteure in Zukunft zu Willkommenszentren werden, um Beratung und behördliche Angelegenheiten aus einer Hand zu bieten.
Wir gaben als Teilprojekt von FairBleib Südniedersachsen-Harz+ eine Übersicht über die Praxis bei der Unterstützung von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung. Dabei wurden zahlreiche Missstände und Herausforderungen benannt, die die Arbeit erschweren und Integration eher behindern als fördern. Gemeinsam wurden gute Beispiele erörtert und Verbesserungsvorschläge gesammelt. Gerade auch für Flüchtlingsfrauen im ländlichen Raum sind die Bedingungen nach wie vor schwierig und landesgeförderte Sprachkurse mit Kinderbeaufsichtigung ein unverzichtbarer Bestandteil der Förderkette. Besonders vulnerable Gruppen benötigten spezielle Angebote, die in Niedersachsen bislang fehlen.
Dass der Abbau von bürokratischen Hürden, die Verbesserung der Rahmenbedingung für Bildung und Arbeit und die erleichterte Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen, z.B. bei pädagogischen Berufen stark dazu beitragen auch Flüchtlinge als Fachkräfte, z.B. auch in Kita und Schule zu gewinnen, wurde von allen Seiten konstatiert.
Weitere Projekte des Ifak und Epiz wurden vorgestellt, auch das Zukunftsprojekt Welthaus in der Stockleffmühle wurde von den Politikerinnen und Politikern als besonders unterstützenswert geschätzt.
Auf dem Foto von l.n.r.: Michael Lühmann (MdL), Julia Stilgenbauer (ifak), Bernadette Tusch (ifak), Marie Kollenrott (MdL), Djenabou Diallo Hartmann (MdL)
Bernadette Tusch
Beratungen in Northeim und Uslar & Multiplikatorenschulungen
mobil: 0152 53 92 87 81
Johanna Nöske
Beratungen in Einbeck
mobil: 0152 04 48 76 79
Nina Siavwapa
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